Das staatliche Gesundheitssystem sowie die medizinische Versorgung in Rumänien sind nicht vergleichbar mit deutschen Verhältnissen. In kleineren Städten ist eine Grundversorgung in der Regel gewährleistet, in ländlichen Gebieten nicht.

Es gibt katastrophale Engpässe nicht nur in den Krankenhäusern, auch im Blick auf Gesundheitsvorsorge sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, Pflegehilfsmitteln etc. Wie in jedem anderen Bereich spielt auch hier die Korruption eine traurige Rolle. Obwohl es seit einigen Jahren eine Krankenversicherung für Berufstätige gibt, können sich viele Patienten Arztbesuche, diagnostische Maßnahmen oder Medikamente finanziell nicht leisten. Ambulante Pflegedienste existieren nur vereinzelt aufgrund privater oder kirchlicher Initiativen.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ist marode. Arzneimittel, die laut Gesetz in Rumänien an Rentner, Kinder und Schwerkranke auf Rezept ausgehändigt werden sollten, sind häufig nicht vorhanden, weil das Budget ausgereizt ist. Vor allem die armen Bevölkerungsschichten sind nicht in der Lage, die Marktpreise für die Arzneien zu bezahlen. Oft unterbleibt dann die dringend nötige Behandlung.

Auch in den Krankenhäusern und Polikliniken ist die soziale Infrastruktur nach wie vor mangelhaft. Häufig müssen Patienten die für einen Eingriff nötigen Arzneimittel selber besorgen und bezahlen, die kostenlose medizinische Betreuung an den Polikliniken klappt oft nur dann, wenn man sich vorher bei einem Arzt erkenntlich gezeigt habe.

Viele Tonnen medizinisches Verbrauchsmaterial und medizinisches Gerät (bereit gestellt durch die Bundeswehr), Krankenhausbetten (von Kölner Krankenhäusern gespendet), Medikamente, Lebensmittel, Bettwäsche, tonnenwiese Waschmittel und vieles mehr wurden durch „Kölner für Menschen in Not“ in die bedürftigen Krankenhäuser gebracht. Oft nur ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein, aber dennoch eine große Hilfe und Unterstützung für die Menschen vor Ort!

Ein Patientenzimmer. Die Doppelbelegung der Betten ist insbesondere bei Kindern keine Seltenheit.

„Kölner für Menschen in Not“ hat hier u. a. mit sehr gut erhaltenen Krankenhausbetten, Matratzen, Decken, Kopfkissen  und Bettwäsche, gespendet von Kölner Krankenhäusern, geholfen.

3.3.1 Krankenhaus Patientenzimmer
3.3.2 Krankenhaus Patientenzimmer
3.3.3 Krankenhaus Patientenzimmer

Über 80 Tonnen Fliesen wurden in Deutschland gespendet und durch „Kölner für Menschen in Not“ nach Rumänien transportiert. Eine logistische Herausforderung für unseren kleinen Verein. Unter anderem wurde die Krankenhausküche neu gefliest.

3.3.4 Krankenhaus Küche
3.3.5 Krankenhaus Küche
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